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Vinyl Restaurierung
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Wie
restauriere ich eine Vinyl-Aufnahme :
(...obwohl ich hier viele Firmen und ihre Produkte empfehle, bekomme ich
dafür kein Geld. Falls sich eine dieser Firmen mit einer kleinen
"Spende" dafür erkenntlich zeigen möchte, habe ich
sicherlich nichts dagegen, da ich das Geld mehr benötige als die
Vorstandsmitglieder...)
Ich möchte darauf hinweisen, daß dieser Weg der Restaurierung
hauptsächlich für Pop-, Rock- oder Dance-Music gilt. Für
High-End-Freaks, oder Hörer klassicher Musik, mag das Ergebnis nicht
unbedingt zufriedenstellend sein ! |
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- Zu allererst
gebe ich einen Haufen Geld für rare Scheiben aus. Im Bereich
"LINKS" gibt es die besten Shopping-Sites, für rares
Vinyl im Internet ! ....aber woher weiß was rar ist ? Seit 1996
arbeite ich in einem Versandhandel für Raritäten und gebrauchte
Schallplatten/CDs. Dadurch bekommt man so einiges mit !

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- Einer
der wichtigsten, wenn nicht sogar DER wichtigeste Punkt beim Restaurieren
von Schallplatten ist die Reinigung des Vinyls.
Bis vor einigen Jahren habe ich diesem Thema (leider) nicht allzuviel
Aufmerksamkeit geschenkt.
Mittlerweile bin ich allerdings eines Besseren belehrt worden.
Man spart sich bei der Restauration wirklich enorm Zeit, wenn das
Vinyl richtig sauber ist.
Da dieser Punkt recht umfangreich ist, habe ich einen neuen Bereich
auf dieser Seite erstellt, bei dem auf dieses Thema speziell eingegangen
wird. hier klicken
...
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- Einer
der besten Plattenspieler ist immer noch der "1210 MKII"
von "TECHNICS"
!
Sicherlich gibt es weitaus bessere High-End Spieler, oder billigere
Nachbauten bzw Alternativen; aber ich besitze meinen seit über
10 Jahren und er ist immer noch so top wie am ersten Tag. Er war und
ist einfach jeden Cent wert.
(damals noch Pfennig... )
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- Bisher
habe ich an dieser Stelle das "Concorde" System von "Ortofon"
empfohlen. Zum "Auflegen" und "normalen" Hören
angenehm, für Archivierungen leider doch nicht 100% geeignet.
Schlecht ist es nicht, aber mittlerweile habe ich eine bessere Lösung
gefunden ! Bereits vor einigen Jahren besaß ich das "Prestige
Black" von "Grado"
und bin nun wieder darauf zurück gegangen. Der Grund ist eigentlich
ganz einfach: Dieses System geht im Höhenbereich bis 50khz -
das Ortofon "nur" bis 20khz. Es ist zwar allgemein bekannt,
daß das menschliche Gehör nicht über 20khz hören
kann (im Normalfall), aber die feinen Höhen (gerade auf US Pressungen
der 80er) werden unverzerrt wiedergegeben. Durch die "Power"
des Ortofon Systems gehen diese Frequenzen entweder unter, oder werden
verzerrt ! Das Grado ist von Grundauf etwas "leiser", weshalb
auch die hohen Frequenzen nicht verzerrt werden ! Ein schöner
klarer Klang und Meilen entfernt vom Ortofon. Dazu kommt daß
das Preis-/Leistungsverhältnis mit ca 50 Euro einfach optimal
ist. Leider kosten die Ersatznadeln fast so viel wie ein neues System
:o)
Kurzum: Grado siegt vor Ortofon !

Erwerben könnt ihr es bei dem HiFi-Händler Eures Vertrauens
!
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- Im November
2009 habe ich mir ein neues "Tuning" Stück gegönnt!
Und zwar ein Schallplatten stabilisierendes Plattenspielergewicht,
von Rudolf A. Bruil aus Holland.
(Thanks !)
Hier gibt es weitere Infos:
Audio
& Music Bulletin
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- OK ...
weiter geht's:
Ich nehme nun die Musik von der Schallplatte direkt über den
PC als ".wav" Datei auf. Man sollte darauf achten eine richtige
Audio-Karte zu benutzen. Eine "einfache" Soundkarte macht
KEINEN Sinn, da zuviele Frequenzen abgeschnitten werden! Es klingt
dann einfach wie durch eine Gießkanne gezogen ...
Der Vorteil an einer Audio-Karte ist der, daß man den Sound
direkt "reingeht". Also einfach an den Hifi-Verstärker
anschliessen (Voraussetzung ist natürlich, daß der Verstärker
einen Phono-Ausgang hat...)
Während einer Aufnahme sollte man nichts anderes an dem PC arbeiten,
da es sein kann, daß durch ein Rechenprozess von einem Programm
die Aufnahme gestört wird und dadurch Fehler in die Datei "rutschen"!
Mittlerweile sind externe Festplatten recht günstig und man kann
die Aufnahmen darauf sicher lagern und hat ein Backup. (sehr wichtig!)
Nichts ist ärgerlicher als alles noch einmal aufnehmen und restaurieren
zu müssen!
Eine zeitlang hatte ich auch über die normale Hifi-Anlage (Einzelkomponenten),
mit dem
CD-Recorder "CDR600" von "PHILIPS"
aufgenommen. High-End Profis halten nicht viel von diesem Gerät,
allerdings hat auch nicht jeder "normale" Mensch das Geld
tausende Euro in High-End zu "verbraten" *g* - wie auch
immer...
Aus meiner Erfahrung sind die besten Audio-CDRs von "MAXELL"
XL-II 80 (25er Spindel) oder EMTEC
(ehemals BASF). Von anderen Marken, z.B. Philips, TDK & "Billigmarken"
kann ich bei Audio Rohlingen abraten, da dort leider recht viele "verbrannt"
werden, oder sich nicht finalisieren lassen - warum auch immer !
Der CD-Recorder is zwar ok, aber mit der Audio-Karte klingt es besser!
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- Nachdem
die CD fertig aufgenommen ist, übertrage ich die Titel als ".wav"
Dateien auf den PC. Die Dateien bearbeite ich dann mit "WAVELAB
3.0" von "STEINBERG".
Mittlerweile gibt es zwar neuere Programme, aber das 3.0 reicht völlig
aus und ist sehr benutzerfreundlich !
Zuerst "normalisiere" ich die Datei und lösche starkes
Knistern und die Kratzer raus.
Man sollte hierfür schon mit Wavelab vertraut sein, da ich an
dieser Stelle nicht auf die Einzelheiten eingehen kann.
Der Gehörsinn und die Fähigkeiten ungewollte Geräusche
zu erkennen, sollte daher unbedingt "trainiert" sein !

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- Jetzt
geht es weiter mit dem "CLEAN 4.0", ebendfalls von "STEINBERG".
Es ist nicht sehr teuer (ca. 40,- Euro) und sein Geld wert. Weiterhin
empfehle ich ein separates Handbuch (nicht von Steinberg), welches
die einzelnen Schritte erklärt. Die Gebrauchsanweisung von Steinberg
ist nicht wirklich hilfreich ! (Sorry Leute - Ihr kennt Eure Software,
aber Ihr wißt nicht warum...)
Wie auch immer - hier ist eine einfache und kurze Anleitung :
- Die
".wav" Datei in "Clean" laden. (am besten jede
einzeln um keine Verwirrung zu schaffen)

- Nun
den "DeClicker" und den "DeCrackler" im Bereich
"Restauration" anwählen und den Pegel auf "50"
einstellen. (dies erscheint erstmal sehr hoch, aber weniger ist zu
wenig und mehr ist zu viel...) Nun den Titel erstmal berechnen und
laufen lassen.
- Danach
diese Funktionen wieder ausschalten und den "FP DeNoiser"
anwählen. Im "Dropdown" Bereich den Wert ""
8. Good Vinyl Maximum" anwählen und ebenfalls auf "50"
einstellen. Das Ganze dann wieder durchlaufen lassen.
- Nun
oben den Bereich "optimize" anwählen und das Feld "Brilliance"
anschalten. Hier nur den Wert "5" eintragen und wieder berechnen
lassen.
- Ich
kann nur empfehlen jeden Schritt einzeln durchlaufen zu lassen. Das
Ergebnis und der Mainboard-Prozessor sagt "Danke".
Schritt 4 ist deshalb notwendig, da die ersten Schritte die Aufnahme
etwas gedämpft haben und die "Brilliance" holt da wieder
was raus !
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- Nun
ist es fast vollbracht. Die bearbeitete Datei nun wieder mit "Wavelab"
öffnen und den letzten "Hörstest" durchführen.
Es empfiehlt sich den Anfang und das Ende des Titels erst jetzt zu
schneiden, bzw zu faden, damit Clean auch eine Rechengrundlage für
den Grundgeräuchspegel hat !
Sollten jetzt noch irendwelche Kratzer o.ä. sein, kommt man um
das endgültige bearbeiten nicht drum herum.
Man kann jetzt auch noch etwas mit den Höhen, Mitten und/oder
Bässen mastern, allerdings mit "Vorsicht" um den original
Sound nicht komplett zu verändern !
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ACHTUNG:
Dieser Punkt ist bei "normalen" 12" Maxis nicht zwingend
notwendig! Wenn der Klang OK ist kann man diesen Punkt auch überspringen...
Meistens ist es bei 7" Singles oder LPs nochmal schön den
"letzten Schliff" heraus zu holen ....
- Bevor
man nun den fertig restaurierten Titel brennt, kann man den Klang
noch ein bißchen "pimpen". Dazu habe ich ein sehr
nützliches Programm gefunden. Es ist das "31-Band Graphic-Equalizer-Studio"
von PAS (Programmable
Analysis Software). Diese Software hat eine "Wav Refreshing"
Funktion, die dem Klangbild einen "modernen" Sound gibt
! Dies ist sehr nützlich für LP oder 7"Singles, da
diese nicht immer über den "Power-Sound" einer 12"Maxi
verfügen. Dieses Programm kann man natürlich auch für
12" Tracks benutzen, da die Aufnahme danach einfach besser klingt.
Man muß nur etwas mit der Software vertraut sein, um es selbst
entscheiden zu können. Wichtig ist auch hier nicht den "original"
Sound zu "zerstören" !
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- ...so
wie es aussieht, sind wir fast fertig !
Wenn Du genügend Titel für eine CD fertig hast, dann kannst
Du jetzt Deine Lieblingssongs immer wieder und wieder, ohne Hörverlust,
geniessen!

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